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Das Weinland Baden

Das Anbaugebiet Baden hat von allen Gebieten in Deutschland die größte Ausdehnung – von Nord nach Süd, von Tauber und Main bis zum Bodensee.
 

Tauberfranken: Die dicht aneinander gereihten Weinberge entlang der Tauber verleihen dem Tal einen besonderen Charme.

Badische Bergstraße: Zwischen Weinheim, Heidelberg und Wiesloch entfaltet sich alljährlich zum Frühlingsanfang ein besonderer Zauber, wenn Kirsch-, Pfirsich- und Mandelbäume die ersten Knospen treiben.

Kraichgau: Eine ansteckende Heiterkeit geht von dieser Weinregion aus, einem sanften Hügelland zwischen Odenwald und Schwarzwald. Diese Heiterkeit spiegeln die Weine wider.

Ortenau: Blumen- und Rebenteppiche sowie Obst in Hülle und Fülle charakterisieren diese Weinregion mit ihren schmalen Tälern und steilen Hängen.

Breisgau: Diese Weinregion liegt zwischen Lahr und Freiburg, entlang der Schwarzwaldhänge, und ist eine der beliebtesten Ferienregionen Deutschlands.

Kaiserstuhl: Als vulkanisch entstandener Gebirgsstock steht der Kaiserstuhl inselartig in der Oberrheinebene. Staub aus dem Voralpengebiet hatte sich in Vorzeiten abgelagert und eine fruchtbare Lößschicht entstehen lassen.

Tuniberg: Südlich des Kaiserstuhls liegt die kleinste Weinregion Badens. Doch was bedeutet schon klein, wenn man weiß, dass auf den fruchtbaren Böden in besonderer Weise die Reben der Burgunderfamilie wachsen.

Markgräflerland: Schroff aufsteigende Schwarzwaldberge und sanft zum Rhein abfallende Hügel kennzeichnen die zwischen Freiburg und Basel gelegene Weinregion. Seit über 200 Jahren ist sie die Heimat des Gutedels.

Bodensee: Die vielen Sonnentage und die energiespeichernde Wirkung des Bodensees schmeckt der Reisende in seinem Weinglas. Die milden Seeweine haben viele Freunde.

Geografische Lage: Baden ist das südlichste und mit fast 400 km das längste deutsche Weinanbaugebiet, durch Odenwald und Schwarzwald besonders geschützt. Es erstreckt sich von Weinheim, Badische Bergstraße (Norden), über Kraichgau und Tauberfranken, entlang der Oberrheinischen Tiefebene bis nach Konstanz am Bodensee (Süden). Der Kaiserstuhl ist die wärmste Region in der Bundesrepublik. Das Markgräferland hat aufgrund seines milden Klimas den Beinamen “Die Toskana Deutschlands”. In einigen badischen Regionen, wie z.B. in der Ortenau (Schloss Ortenberg) wachsen sogar südländische Früchte. Nicht umsonst lautet ein Werbespruch der badischen Winzer “Badischer Wein – von der Sonne verwöhnt”. Mit einer Rebfläche von rund 16.000 Hektar ist Baden das drittgrößte deutsche Weinbaugebiet. Weinbauzone B: Baden gehört als einziges, deutsches Weinanbaugebiet zu der von der EG festgelegten Weinbauzone B. Somit gelten bundesweit die höchsten Mindestanforderungen für den Qualitätsweinbau, z.B. höhere natürliche Mindestmostgewichte, geringere Anreiche-rungsmöglichkeiten. Das hat auch zur Folge, dass die durchschnittlichen Hektarerträge zu den niedrigsten im deutschen Weinbau zählen. Ebenfalls bekannte Anbaugebiete der Weinbauzone B sind das Elsass, die Champagne und das Loire-Tal.

Geschichte: Die Römer pflanzten die ersten Reben und betrieben einen kultivierten Weinbau. Alemannen und Franken setzten diese Tradition fort.

 

 

Bekannte Zentren: Heidelberg, Karlsruhe, Baden-Baden, Offenburg, Vogtsburg, Freiburg, Konstanz.

Weinregionen: Das Weinland Baden unterteilt sich in die neun Weinregionen: Tauberfranken, Badische Bergstraße, Kraichgau, Ortenau, Breisgau, Kaiserstuhl, Tuniberg, Markgräflerland und Bodensee.

Weinlagen: Insgesamt gibt es 16 Großlagen, die sich in 316 Einzellagen gliedern. Die Großlagen sind: Attilafelsen, Burg Lichteneck, Burg Neuenfels, Burg Zähringer, Fürsteneck, Hohenberg, Lorettoberg, Manaberg, Ritterberg, Stiftsberg, Tauberklinge, Schloss Rodeck, Schutterlindenberg, Sonnenufer, Vogtei Rötteln, Vulkanfelsen.

Boden und Klima: Die Bodenarten reichen von Kies über Kreide, Lehm, Löß, Vulkangestein bis zu Muschelkalk. Auch die klimatischen Unterschiede sind teils beträchtlich, so ist der Bodensee besonders mild, der Kaiserstuhl besonders warm. Entsprechend vielfältig sind die badischen Weine im Geschmack. Am Bodensee wächst der Wein auf Moränenschotter, am Tuniberg und am Kaiserstuhl auf vulkanischen Ablagerungen und Löß, in der Ortenau auf Löß, Kalk, Ton und Mergel, im Kraichgau und Taubergrund vor allem auf Muschelkalk, Keuper bzw. auf Buntsandstein.

Rebsorten: Der Weißweinanteil liegt heute bei etwa 70 Prozent, doch da im zunehmenden Maße der Rotwein (Spätburgunder, auch Blauer Spätburgunder genannt) forciert wird, dürfte sich in absehbarer Zeit dieser Anteil verringern. Auf rund 85 Prozent der Rebflächen werden Müller-Thurgau, Spätburgunder, Grauburgunder (Ruländer), Riesling und Gutedel angebaut. Daneben dominieren die Weinsorten Weißburgunder, Silvaner Scheurebe, Kerner, Auxerrois, Gewürztraminer und Traminer. Die Weinsorten Nobling, Chardonnay, Muskateller und Schwarzriesling verzeichnen in letzter Zeit einen wachsenden Zuspruch.
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Weinregionale Unterschiede: In Baden sind teils erhebliche, regionale Unterscheide festzustellen. Im südlichen Baden finden vor allem die Burgundersorten (Spät-, Weiß-, Grauburgunder) gute Wachstumsbedingungen vor. Typische Rebsorten pro Weinregion sind: Bodensee/Müller-Thurgau und Spätburgunder; Markgräflerland: Gutedel; Breisgau/Müller-Thurgau, Spätburgunder und Grauburgunder; Kaiserstuhl/Spätburgunder und Grauburgunder; Ortenau/Riesling und Spätburgunder; Kraichgau und Badische Bergstraße/Müller-Thurgau und Riesling; Tauberfranken/Müller-Thurgau. In den südlichen Weinregionen Badens wird der Spätburgunder häufig auch als Weißherbst angeboten. Besonders am Kaiserstuhl werden Grau- und Spätburgunder zusammen zu “Badisch Rotgold” gekeltert.

Weinerzeuger: Rund 75 Prozent der Weine werden von Winzergenossenschaften, der Rest von Weingütern in Eigenregie vermarktet.

Badischer Winzerkeller: Die Zentralkellerei Badischer Winzergenossenschaften in Breisach wurde 1952 gegründet und ist die größte Genossenschaft in Europa. Heute sind dem Winzerkeller 38 Winzergenossenschaften angeschlossen, die ihren gesamten Traubenertrag zur Kelterung abliefern. Darüber hinaus liefern 37 weitere Genossenschaften Ertragsanteile nach Breisach. Das Einzugsgebiet erstreckt sich auf ganz Baden. Insgesamt sind diesem Genossenschaftsverbund rund 6.000 Weingüter angeschlossen. Kellerführungen mit dem “Bähnle” und Multi-Dia-Show finden regelmäßig statt.

Kulinarische Spezialitäten: Badische Schneckensuppe, Flammkuchen, Schäufele, Ripple, Hechtklößchen, Spargel, Wildgerichte, Bibeleskäs, Walnussbrot, Leber-, Grieben-, Bratwurst, Schnäpse (z.B. Schwarzwälder Kirschwasser, Zwetschgenwasser, Williams).